Zum Inhalt
Handreichung

Beratung & Unterstützung

Beratung & Unterstützung

Neben der finanziellen Unterstützung, die Sie für Ihr Projekt im Rahmen der HOOU@TUHH erhalten, stehen Ihnen zudem verschiedene Beratungs- und Unterstützungsbereiche in der HOOU zur Verfügung. Dieses teilt sich konkret in die Bereiche Mediendidaktik, technische Entwicklung & Konzeption, Medienproduktion, Kommunikationsdesign, Öffentlichkeitsarbeit sowie Zertifizierung & Anerkennung. Die Beratungs- und Unterstützungsangebote werden entweder direkt vom HOOU-Team an der TU Hamburg oder hochschulübergreifend am Multimedia Kontor Hamburg (MMKH) bereitgestellt.

Grundsätzlich verfolgen wir in all unseren Beratungs- und Unterstützungsangeboten den Ansatz, Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten. Damit ist gemeint, dass wir Sie auch in Ihrem eigenen Lern- und Entwicklungsprozess unterstützen und befähigen möchten, selbst handlungsfähig zu sein.

Mediendidaktik

Um ein stringentes und sinnvolles Lehr- und Lernangebot zu konzipieren, muss zunächst das mediendidaktische Konzept erarbeitet werden. Erste:r Ansprechpartner*in dafür ist Ihr:e Projektpat*in. Gemeinsam erarbeiten und definieren Sie Ziele und didaktische Möglichkeiten Ihres Lehr- und Lernangebots. Folgende Fragen können dabei hilfreich sein:

  • Was ist das Ziel oder die Absicht Ihres Lehr- und Lernangebots?
  • Welche Inhalte sollen Lernende er- oder bearbeiten?
  • Welche Methoden sollen zum Einsatz kommen, um die Lernenden an ihre Ziele zu bringen?
  • Welche Mittel, Medien und technischen Lösungen werden benötigt, um das Lehr- und Lernangebot zu erstellen?

Ziele, Inhalte, Methoden und Mittel bedingen und beeinflussen sich gegenseitig. Einige Bedingungen und Parameter haben Sie bereits in Ihrem Projektantrag formuliert. In der mediendidaktischen Konzeption wird die praktische Ausgestaltung konkretisiert. Mit diesem Konzept werden auch die Bedarfe für die Realisierung Ihres Lehr- und Lernangebots deutlich. Dies hat maßgeblich Einfluss auf die technische Umsetzung Ihres Projektes (Lässt sich Ihr Projekt auf der Plattform der HOOU realisieren oder benötigen Sie eine individuelle Lösung?), auf die Medienproduktion (Welche Medienarten und -formen eignen sich für Ihr Projekt?) sowie auf die visuelle Gestaltung (Wie können Lernende bestmöglich durch das Lernangebot geführt werden?).
Das didaktische Konzept kann im Verlauf der Projektphase durch Praxistests und Iterationsschleifen weiter angepasst und verfeinert werden.

Technische Entwicklung und Konzeption

Die Entwicklung Ihres Lernangebots mündet in einem mehr oder weniger komplexen sozio-technischen System, in dem Sie und Ihre Lernenden agieren werden. Auf dem Weg dorthin gilt es daher zunächst, eine Vorstellung von Ihren potenziellen Lernenden zu entwickeln:

  • Wie viel Medienkompetenz können und wollen Sie bei Ihrer Zielgruppe voraussetzen?
  • Wie würdigen Sie die digitale Lebenswelt Ihrer Lernenden in Ihrem Konzept?
  • Wie können Sie die Diversität und Heterogenität Ihrer Zielgruppe in Ihrem Angebot berücksichtigen?
  • Wie bauen Sie eine Beziehung zu Ihren Lernenden auf, auf deren Basis Ihr Angebot zu einem bereichernden Erlebnis für beide Seiten wird?

Die Suche nach Antworten auf diese Fragen kann bei der Auswahl und Abstimmung sozialer und technischer Komponenten in Ihrem Lernangebot helfen.

Auch für Ihre eigenen Kompetenzen ergeben sich Entwicklungsmöglichkeiten im Projekt: Im Nachvollziehen und Interpretieren vergangener Lernangebote im internationalen Bildungskontext, in der aktiven Auseinandersetzung mit technisch-juristischen Aspekten bei der OER-Entwicklung sowie in der neugierigen und mutigen Nutzung aktueller Webtechnologien können Sie und Ihr Team neue Erkenntnisse in der digital gestützten Lehre gewinnen und neue Praktiken erproben.

Medienproduktion

Für Ihr HOOU-Projekt werden Sie wahrscheinlich audiovisuelle Medien einsetzen. Um diese zu erstellen, stehen Ihnen Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung, die sich in folgende Schritte gliedern:

1. Konzeption & Planung

Eng mit den Projektpat*innen können Sie den mediendidaktischen Einsatz Ihrer Medien planen, um zu ermitteln, welches Format geeignet ist, Inhalte oder Lernziele adäquat zu vermitteln. Dabei kann es sich um Erklärvideos, Legetrickfilme, Interviews, 360°-Rundgänge, Podcasts oder ähnliche Formate handeln. Wichtig in dieser Phase ist die Konzeption (z.B. Drehbuch) und eine ausführliche Planung der Abläufe, um Arbeitsaufwand, Realisierbarkeit und ggf. externe Kosten einschätzen zu können. Ansprechpartner hierfür ist Stephan Dublasky (stephan.dublasky@tuhh.de). Daneben ist der Austausch mit den anderen Projektdurchführenden im HOOU@TUHH Get-Together zu empfehlen, um Produktionsabläufe, Herausforderungen und Erfahrungen in anderen HOOU-Projekten zu erfragen.

2. Produktion

Um in die Lage versetzt zu werden, eigene Medien zu produzieren, stehen Ihnen eine Vielzahl an Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Das Multimedia Kontor Hamburg bietet eine Vielzahl von Workshops rund um die Medienproduktion im Hochschulkontext. Sie können diese Workshops nutzen, sie sind für Angehörige der TU Hamburg kostenfrei. Die Projektpat*innen der HOOU@TUHH beraten u.a. auch zur Medienproduktion und Konzeption, für konkrete Produktionsvorhaben können Sie Stephan Dublasky ansprechen. Für den ersten Dreh besteht die Möglichkeit mit ihm die Bedingungen, Ablauf und Ausrüstung zu fixieren und durchzuführen, um weitere Produktionen sicher selbst durchführen zu können. Viele Medien werden Sie selbst mit dem eigenen Smartphone, Tablet oder Computer erstellen können. Sollten Sie an die Grenzen der Realisierung oder des eigenen Qualitätswunsches kommen, ist es für HOOU-Projekte an der TU Hamburg möglich, professionelles Equipment zu leihen oder auszuprobieren. Das Institut für Technische Bildung und Hochschuldidaktik betreibt dafür einen Verleihservice. Regulär für Lehramtsstudierende des Instituts können hier auch Projektbeteiligte der HOOU nach Absprache Geräte und Equipment ausleihen. Der Bestand umfasst u.a. professionelle Kamera- und Audiotechnik, DSLR-Kameras, Scheinwerfer und Mikrofone. Neben technischen Geräten kann auch das Bürostudio des ITBH über das Verleihsystem gebucht werden. Dort gibt es die Möglichkeit Vorträge, kurze Aufsager oder Interviews aufzuzeichnen. Ansprechpartner für den Verleih am Institut ist Michael Kaupp.

3. Nachbearbeitung & Distribution

Für die Nachbearbeitung und den Videoschnitt können Sie auf Programme für Ihren eigenen Computer zugreifen. Gute Erfahrungen haben wir gemacht mit:

  • Shotcut - einem kostenfreien Videoschnittprogramm für Win/Mac/Linux. Mit Shotcut können sie einfache Videobearbeitung selbst erledigen. Es läuft stabil, ist mit seinen Grundfunktionen intuitiv zu erlernen und geht im Gegensatz zu anderen Programmen ressourcenschonend mit ihrem Rechner um, falls sie nicht über den neuesten Rechner verfügen.
  • DaVinci Resolve - professioneller Videoschnittsoftware für Win/Mac/Linux, die in ihrer Basisversion kostenfrei ist. DaVinci Resolve bietet weitreichende Möglichkeiten zur Videobearbeitung, Farbkorrektur, Filter u.a. Das Programm ist umfangreich, sehr stabil und auch für größere Schnittprojekte geeignet. Es braucht eine Zeit der Einarbeitung (ähnlich Final Cut Pro, Avid oder ähnlichen Standards).

Neben den Möglichkeiten auf dem eigenen Rechner zu arbeiten, bietet das ITBH über den oben genannten Verleihservice auch die Möglichkeit einen Schnittraum in Gebäude Q der TU Hamburg tageweise zu nutzen. Dort steht Ihnen ein iMac mit Adobe CS6 (Premiere Pro, After Effects, Photoshop) und Final Cut Pro X zur Verfügung. Außerdem verfügt der Schnittplatz über die Möglichkeiten von Audioaufnahmen über Großmembranmikrofon.

Für die Distribution Ihrer Videos über eine Hostingplattform gibt es Alternativen zu YouTube. Das Multimediakontor Hamburg bietet für HOOU-Projekte die eigene Plattform Podcampus an. Diese bietet ähnliche Funktionalitäten wie YouTube und die Möglichkeit, über einen iFrame Ihre Videos in die Lernumgebung und auf der HOOU-Plattform zu verlinken, wie Sie es von YouTube kennen. Der Upload zu Podcampus erfolgt derzeit über Stephan Dublasky oder es kann ein eigener Zugang beantragt werden - dazu bitte die jeweiligen Projektpat*innen ansprechen.

Visuelle Gestaltung

Die visuelle Aufbereitung (Kommunikationsdesign) von Lerninhalten hilft den Lernenden, sich in Ihrem HOOU-Projekt zurechtzufinden und die Lerninhalte selbstständig zu erarbeiten.

Um dies zu ermöglichen, bietet Ihnen die Beratung der visuellen Gestaltung Hilfe zur Selbsthilfe. Durch Beratungsgespräche und Workshops werden Ihnen die Grundkenntnisse der visuellen Gestaltung vermittelt. Dazu zählen die Themenfelder Typografie (Schriftgestaltung), Farbgestaltung, Bildsprache, Usability, Corporate Identity sowie die Entwicklung eines zielgruppenorientierten Gestaltungskonzepts. Ihre erworbenen gestalterischen Kompetenzen werden Sie für die visuelle Gestaltung Ihres HOOU-Projekt nutzen und in einem agilen Prozess mit Lernenden erproben.

Bei der Umsetzung Ihrer visuellen Ideen werden Sie von der Dipl. Kommunikationsdesignerin Dodo Schielein (dorothee.schielein@tuhh.de) beraten und unterstützt.

Zertifizierung & Anerkennung

Damit Ihr Projekt auch nach Ende der Projektförderung weitergeführt werden kann, soll dieses in die Lehrstrukturen der TU Hamburg integriert werden. Je nach Ausrichtung Ihres Projektes gibt es hier verschiedene Möglichkeiten: So kann Ihr Projekt in die Regellehre an der TU Hamburg integriert oder aber durch eine Zertifizierung in Weiterbildungsangeboten der TU Hamburg angeboten werden. Für die Integration in die Lehre an der TU Hamburg gibt es folgende drei Möglichkeiten:

  1. Anerkennung als Lehrveranstaltung: Ihr Lehr- und Lernangebot stellt eine ganze Lehrveranstaltung an der TU Hamburg dar.
  2. Integration als Lerneinheit: Ihr Lehr- und Lernangebot bildet eine einzelne, abgeschlossene Lerneinheit innerhalb einer Lehrveranstaltung ab.
  3. Wiederverwendung von Lehrinhalten: Die entwickelten Inhalte Ihres Lehr- und Lernangebots werden in verschiedenen Lehrveranstaltungen punktuell eingesetzt.

Für die Integration von Lehr- und Lernangeboten in die Regellehre sowie die Zertifizierung Ihrer offenen Bildungsangebote in Weiterbildungskontexten unterstützt Sie Ann-Kathrin Watolla und hilft Ihnen, das passende Anerkennungsszenario für Ihr Projekt zu finden und den Transfer in die Strukturen der Regellehre bzw. in das Weiterbildungsangebot zu leisten. Bei Fragen zur Anerkennung Ihrer Projekte wenden Sie sich bitte an ak.watolla@tuhh.de.